Ressourcen-Kontrolle in BICsuite: Optimale Nutzung und Stabilität Ihrer IT-Infrastruktur
In modernen IT-Umgebungen, insbesondere bei komplexen und dynamischen Workloads, ist die effiziente Verwaltung und Kontrolle von Systemressourcen von entscheidender Bedeutung. Engpässe bei CPU, Arbeitsspeicher, Netzwerkbandbreite oder Softwarelizenzen können zu Verzögerungen, Fehlern und Systeminstabilität führen. Die Workload Automation Systeme BICsuite und schedulix bietet ein ausgeklügeltes System zur Ressourcen-Kontrolle, das sicherstellt, dass Jobs nur dann starten, wenn die benötigten Ressourcen verfügbar sind, und dass diese Ressourcen während der Ausführung optimal genutzt werden. Dies hilft, Fehler durch Ressourcenengpässe zu vermeiden oder zu minimieren.
Die Grundlage: Named Resources
Das Herzstück der Ressourcen-Kontrolle in BICsuite sind die Named Resources. Eine Named Resource ist die Definition einer Klasse von Ressourcen, über die sich physische oder logische Ressourcen abbilden lassen. Wenn Sie eine neue Ressource anlegen, müssen Sie zuerst entscheiden, um welche Art von Ressource es sich handeln soll:
- CATEGORY: Dient der hierarchischen Strukturierung und Organisation von Named Resources, ähnlich wie Ordner.
- STATIC: Beschreibt statische Ablaufumgebungen, die beispielsweise durch installierte Software-Pakete oder Benutzerumgebungen bereitgestellt werden. Eine Instanz dieser Ressource muss vorhanden und verfügbar sein, damit ein Job, der sie benötigt, starten kann.
- SYSTEM: Bildet Systemparameter ab, wie z.B. CPU-Einheiten, Hauptspeichereinheiten oder Plattenplatz. Beim Gebrauch muss diese Ressource quantifiziert werden, d.h., ein Job muss die benötigte Menge angeben (z.B. 3 CPU-Einheiten oder 10 GB Plattenplatz).
- SYNCHRONIZING: Spezielle Ressourcen zur Synchronisierung parallel laufender Jobs. Ob eine Ressourcen-Anforderung erfüllbar ist, kann vom gegenwärtigen Status der Ressource, der letzten Status-Update-Zeit und der konkurrierenden Allokation durch andere Ablaufobjekte abhängen. Auch hier ist eine Quantifizierung der Anforderung möglich. Einer Synchronizing Resource kann ein Resource State Profile zugeordnet werden, das die möglichen Zustände der Ressource definiert. Ohne ein solches Profil können keine status- oder zeitstempelbezogenen Anforderungen definiert werden.
Ressourcen-Anforderungen und -Verfügbarkeit
Jobs stellen Anforderungen an Ressourcen, die erfüllt sein müssen, bevor sie zur Ausführung kommen. Die Verwaltung und Überwachung dieser Anforderungen erfolgt über verschiedene Felder:
- Anforderbare Menge: Die maximale Menge einer Ressource, die von einem Job angefordert werden darf.
- Anzahl: Gibt die Gesamtanzahl der zur Verfügung stehenden Einheiten der Ressource an.
- Freie Menge: Zeigt die Anzahl der aktuell freien Instanzen dieser Ressource an.
- Last: Ein grafischer Balken visualisiert den momentanen Belegungsgrad der Ressource.
- Online: Ermöglicht es, eine Ressource manuell on- oder offline zu schalten. Eine Offline-Ressource steht vorübergehend nicht zur Verfügung.
- Bedingung: Hier kann eine Bedingung hinterlegt werden, die erfüllt sein muss, damit die Ressource als gültig anerkannt wird.
Steuerung des Ressourcenverhaltens
BICsuite bietet erweiterte Mechanismen zur feingranularen Steuerung des Ressourcenverhaltens:
- Sticky Flag: Ist dieser Schalter gesetzt, wird die Ressource innerhalb eines Master Batches so lange behalten, bis der letzte Job, der diese Ressource mit eingeschaltetem Sticky Flag benötigt, beendet wurde. Dies verhindert, dass andere Jobs die Ressource in der Zwischenzeit verwenden.
- NO_KEEP: Die Ressource wird nach Beendigung des Jobs freigegeben, unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg.
- KEEP: Die Ressource wird erst freigegeben, wenn der Job einen finalen Status erreicht hat (im Fehlerfall wird die Ressource gehalten).
- KEEP_FINAL: Die Ressource wird erst freigegeben, wenn der Job und alle seine Kinder einen finalen Status erreicht haben.
- Sperrmodus (Lock Mode): Definiert den Zugriffsmodus auf die benötigte Ressource (z.B. exklusiv oder geteilt).
- Ressourcen Status: Für Synchronizing Resources, die einem Resource State Profile zugeordnet sind, kann eine Liste von benötigten Resource States eingetragen werden. Der Job kann nur starten, wenn die Ressource in einem dieser Zustände ist.
- Lastprofil (Footprint): Fasst mehrere Anforderungen für SYSTEM-Ressourcen unter einem Namen zusammen. Dies vereinfacht die Job-Definitionen, da alle im Lastprofil definierten Anforderungen für einen Job Server in ausreichender Menge verfügbar sein müssen.
Vorteile der BICsuite Ressourcen-Kontrolle
Die umfassende Ressourcen-Kontrolle in BICsuite bietet entscheidende Vorteile:
- Vermeidung von Engpässen: Durch die präzise Steuerung wird sichergestellt, dass Jobs nur starten, wenn genügend Ressourcen vorhanden sind, was Systemüberlastungen verhindert.
- Optimale Auslastung: Ressourcen werden effizienter genutzt, da BICsuite die Verteilung und Freigabe intelligent orchestriert.
- Erhöhte Stabilität: Reduzierung von Fehlern und Ausfallzeiten, die durch Ressourcenkonflikte entstehen könnten.
- Bessere Planbarkeit: Der Ressourcenverbrauch ist besser planbar, und der Einfluss auf das restliche System kann dynamisch abgestimmt werden.
- Flexibilität: Unterstützung komplexer Szenarien wie Parallel Processing, bei dem Ressourcen dynamisch für Subprozesse bereitgestellt und verwaltet werden.
Die Ressourcen-Kontrolle von BICsuite ist somit ein unverzichtbares Werkzeug, um die Performance, Stabilität und Effizienz Ihrer gesamten IT-Infrastruktur zu gewährleisten und komplexe Workloads zuverlässig zu automatisieren.
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