Operating mit BICsuite und schedulix
Effiziente Steuerung der Abläufe
Während das Monitoring den aktuellen Zustand der Abläufe sichtbar macht, geht es beim Operating um das aktive Eingreifen in den Betrieb: Der Operator steuert, priorisiert, korrigiert und stellt sicher, dass alle IT-Prozesse trotz eventuell auftretender Störungen zuverlässig laufen.
Mit den Workload Automation Systemen BICsuite und schedulix (Open Source) steht dem Operator eine zentrale, komfortable Oberfläche zur Verfügung, um schnell und gezielt auf Anforderungen und Ausnahmesituationen zu reagieren – ohne Skripting und ohne Spezialrechte auf den Zielsystemen.
Typische Aufgaben im Operating
Im täglichen Betrieb komplexer IT-Landschaften gehören u. a. folgende Aufgaben zum Alltag eines Operators:
- Startzeitpunkt von Abläufen mitentscheiden
- Abläufe werden nicht nur zeitgesteuert gestartet, sondern auch abhängig von fachlichen und technischen Bedingungen. Der Operator kann hier gezielt eingreifen.
- Timescheduling und manuelle Starts
- Planen und Verschieben von Startzeiten
- Ad-hoc-Start von Abläufen bei Sonderanforderungen
- Wiederanlauf nach Downtimes oder Störungen
- Laststeuerung über Ressourcenverwaltung
- Begrenzen oder Erhöhen der verfügbaren Ressourcen
- Vermeiden von Überlastsituationen
- Sicherstellen, dass kritische Prozesse immer genügend Kapazität erhalten
- Eingriffe nach Fehlersituationen und externen Ereignissen
- Gezieltes Wiederanstoßen fehlgeschlagener Jobs
- Überspringen nicht mehr relevanter Schritte
- Reaktion auf verspätete Datenanlieferungen oder Systemausfälle
Wichtige Operator-Aktionen
schedulix und BICsuite stellen eine breite Palette von Operator-Aktionen bereit, um aktiv in laufende oder geplante Abläufe einzugreifen. Alle Eingriffe werden im Audit-Trail protokolliert und sind damit jederzeit nachvollziehbar.
Die wichtigsten Operator-Aktionen in BICsuite und schedulix:
Abbrechen
Verwerfen eines (Sub-)Workflows, der nicht mehr benötigt wird. So werden unnötige
Ressourcenbelegungen vermieden.
Neustarten
Erneutes Ausführen fehlgeschlagener, als „restartable“ definierter Jobs oder Teilabläufe – z. B. nach
Fehlerbehebung im Umfeld.
Deaktivieren und aktivieren
Jobs oder Teilabläufe können deaktiviert, bzw. wieder aktiviert werden. Deaktivierte Teilabläufe
werden nicht ausgeführt, sondern übersprungen. Damit können erforderliche Anpassungen eines Ablaufs
durchgeführt werden, auch nachdem ein Ablauf zur Ausführung gebracht wurde (Submit).
Job Status setzen
Manuelles Setzen eines Zustands (z. B. „success“, „failed“) für Jobs oder Abläufe, wenn das fachliche
Ergebnis klar ist, aber der technische Status angepasst werden muss.
Abhängigkeiten ignorieren
Ignorieren einzelner Abhängigkeiten, wenn bestimmte Vorbedingungen im konkreten Fall nicht relevant
sind oder bereits anderweitig erfüllt wurden.
Ressourcenanforderungen ignorieren
Temporäres Ignorieren von Ressourcenanforderungen, um in Ausnahmesituationen Abläufe trotz formaler
Ressourcenkonflikte starten zu können.
Klonen
Erlaubt die Wiederholung bereits finaler Jobs oder Teilabläufe eines aktiven Ablaufs. Damit können
nicht erkannt Fehler im Ablauf rückwirkend behoben werden.
Anhalten und Fortsetzen
Anhalten und wieder Fortsetzen von Teilen aktiver Abläufe, um Last zu reduzieren oder auf externe
Ereignisse zu warten.
Warnungen zurücksetzen
Zurücksetzen von Warnungen, nachdem die Ursache geprüft wurde.
Prioritäten ändern
Dynamisches Anheben oder Absenken der Priorität von Abläufen, um wichtige Prozesse vorzuziehen oder
weniger kritische zu verzögern.
Parameter ändern
Anpassen von Parametern für laufende oder bevorstehende Abläufe, z. B. zur Änderung von
Datenbereichen, Pfaden oder Schwellwerten.
Beenden
Sofortiges Beenden aktiver Jobs, wenn diese blockieren, fehlerhaft laufen oder Ressourcen binden, die
dringend benötigt werden.
BICsuite und schedulix erlauben die Vergabe von zur Durchführung obiger Aktionen nötiger Operator-Privilegien in ihrer Gesamtheit oder dediziert für einzelne Operator-Aktionen. So wird sichergestellt, dass mächtige Eingriffe möglich, aber kontrolliert und sicher sind.
Dynamische Steuerung mit Nice Profiles
BICsuite bietet mit den Nice Profiles ein besonders leistungsfähiges Werkzeug, um auf Sondersituationen automatisiert zu reagieren.
Mit Nice Profiles können Sie unterschiedliche Betriebsprofile (z. B. Normalbetrieb, Backlog, Wartung) definieren und diese bei Bedarf selektiv aktivieren, um ausgewählte Abläufe automatisiert in ihrer Priorität anzupassen, bzw. anzuhalten oder fortzusetzen.
Ein typisches Beispiel ist ein Backlog-Profil:
Nach einem Systemausfall entsteht ein Rückstau an Jobs. Das Backlog-Profil hält weniger wichtige Abläufe automatisch an, priorisiert geschäftskritische Abläufe hoch und sorgt dafür, dass die wichtigsten IT-Anforderungen so schnell wie möglich wieder erfüllt werden.
Der Operator muss nicht jeden einzelnen Ablauf manuell anpassen, sondern kann mit einem Profilwechsel das gesamte Systemverhalten steuern. Aktive Nice Profiles wirken sich nicht nur für bereits aktive Abläufe aus, sondern werden auch auf nach der Aktivierung eines Profiles zur Ausführung gebrachte Abläufe angewendet. Damit wird der Operator in Krisensituationen entlastet und hat so mehr Zeit für seine eigentlichen Aufgaben.
Vorteile für das Operating
Der Einsatz von schedulix und BICsuite im Operating bringt klare betriebliche Vorteile:
- Geringe Aufwände im täglichen Betrieb
- Standardisierte Operator-Aktionen statt individueller Skripte
- Volle, zentrale Kontrolle über alle Abläufe
- Gezielte Eingriffe an einer Stelle statt verteilter Einzelmaßnahmen
- Effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen durch dynamische Laststeuerung
Das Ergebnis: Ein stabiler, transparenter und effizient steuerbarer IT-Betrieb, in dem der Operator nicht mehr nur „Feuerwehr spielt“, sondern mit den richtigen Werkzeugen proaktiv und effizient agieren kann.
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